Tagesgeld und Festgeld zählen zu den beliebtesten Formen, Geld sicher zu parken. Beide sind einfach zu verstehen, unterscheiden sich aber in einem wichtigen Punkt: der Verfügbarkeit.
Was ist Tagesgeld?
Ein Tagesgeldkonto ist ein verzinstes Konto, auf das du jederzeit zugreifen kannst. Du legst Geld an, bekommst Zinsen und kannst es trotzdem täglich abheben oder umbuchen. Es ist damit ideal für den Notgroschen oder für Geld, das du kurzfristig brauchen könntest.
Der Zinssatz beim Tagesgeld ist allerdings variabel. Die Bank kann ihn jederzeit anpassen, nach oben wie nach unten. Was du heute bekommst, ist also keine Garantie für morgen.
Was ist Festgeld?
Beim Festgeld legst du einen Betrag für eine feste Laufzeit an, zum Beispiel ein, zwei oder fünf Jahre. Im Gegenzug bekommst du einen festen Zinssatz, der über die gesamte Laufzeit garantiert ist. Dafür kommst du während der Laufzeit in der Regel nicht oder nur mit Nachteilen an dein Geld.
Festgeld eignet sich für Beträge, die du sicher eine Weile nicht benötigst und für die du planbare Zinsen möchtest.
Tagesgeld oder Festgeld – die wichtigsten Unterschiede
| Merkmal | Tagesgeld | Festgeld |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | täglich | erst am Laufzeitende |
| Zinssatz | variabel | fest für die Laufzeit |
| Planbarkeit | gering | hoch |
| Typischer Zweck | Notgroschen, Puffer | feste Sparziele |
Wie viel Zinsen du bekommst, kannst du jeweils mit dem Tagesgeld-Rechner und dem Festgeld-Rechner durchspielen.
Wie sicher sind Tagesgeld und Festgeld?
Innerhalb der EU sind Einlagen über die gesetzliche Einlagensicherung bis zu einem bestimmten Betrag pro Kunde und Bank geschützt. Das macht beide Anlageformen vergleichsweise sicher. Achte bei ausländischen Banken darauf, welches Sicherungssystem greift. Dies ist eine allgemeine Einordnung und keine individuelle Anlageberatung.
Worauf du achten solltest
- Inflation im Blick behalten: Niedrige Zinsen können von der Inflation aufgezehrt werden. Prüfe den Realzins.
- Zinsbindung beim Festgeld: Bindest du dich lange, profitierst du nicht von steigenden Zinsen.
- Notgroschen flexibel halten: Lege nicht dein ganzes Geld langfristig fest.
- Konditionen vergleichen: Lockangebote gelten oft nur für Neukunden oder eine begrenzte Zeit.
Häufige Fragen
Was ist besser: Tagesgeld oder Festgeld? Das hängt von deinem Ziel ab. Brauchst du Flexibilität, ist Tagesgeld besser. Möchtest du planbare Zinsen für Geld, das du länger nicht brauchst, eignet sich Festgeld. Viele kombinieren beides.
Kann ich beim Festgeld vorzeitig an mein Geld? Oft nur eingeschränkt oder mit Zinsverlust, je nach Bank und Vertrag. Lege deshalb nur Beträge fest, die du sicher entbehren kannst.
Sind die Zinsen garantiert? Beim Festgeld ja, für die vereinbarte Laufzeit. Beim Tagesgeld nicht – der Zinssatz kann sich jederzeit ändern.