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Finanzen & Steuern · Anleitung

Sparplan anlegen in 6 Schritten

Sparplan anlegen leicht gemacht: Schritt für Schritt vom Sparziel über die richtige Rate bis zum fertigen ETF- oder Banksparplan – mit Tipps und Rechnern.

Aktualisiert: 2026-06-18

In 6 Schritten

  1. 1 Sparziel und Zeithorizont festlegen
  2. 2 Monatliche Sparrate bestimmen
  3. 3 Passendes Sparprodukt auswählen
  4. 4 Depot oder Konto eröffnen
  5. 5 Sparplan einrichten und automatisieren
  6. 6 Sparplan regelmäßig überprüfen

Mit einem Sparplan legst du Monat für Monat einen festen Betrag an – automatisch per Dauerauftrag, schon ab 25 € bei den meisten Brokern. Diese Anleitung bringt dich in sechs Schritten vom Sparziel zum fertig eingerichteten Plan. Sie ersetzt keine individuelle Anlageberatung.

Schritt 1: Sparziel und Zeithorizont festlegen

Schreib auf, wofür du sparst und bis wann du das Geld brauchst. Beispiele:

  • Notgroschen: 3–6 Nettogehälter, verfügbar in 1–2 Jahren. Bei 2.000 € netto sind das 6.000–12.000 €.
  • Auto/Urlaub: feste Summe in 2–5 Jahren.
  • Altersvorsorge: 20–40 Jahre, hier zählt jeder Anlagejahr doppelt durch den Zinseszins.

Faustregel: Geld, das du in unter 3–5 Jahren brauchst, gehört nicht in Aktien-ETFs, sondern auf Tages- oder Festgeld.

Schritt 2: Monatliche Sparrate bestimmen

Rechne dein Sparziel auf die Monate herunter. Brauchst du 12.000 € in 5 Jahren (60 Monate), sind das rund 200 € pro Monat – Rendite hier noch unberücksichtigt. Lege eine Rate fest, die nach Miete, Fixkosten und Puffer dauerhaft übrig bleibt; starte lieber mit 50 € und erhöhe später, als den Plan nach drei Monaten zu pausieren. Welche Rate dein Ziel wirklich erfordert, rechnest du mit dem Sparrate-Rechner aus.

Schritt 3: Passendes Sparprodukt auswählen

  • Kurzfristig (unter 3 Jahre): Bank-Sparplan, Tagesgeld oder Festgeld – Kapital schwankt nicht.
  • Langfristig (ab ~10 Jahre): breit gestreuter ETF-Sparplan, z. B. auf einen Welt-Aktienindex (MSCI World oder FTSE All-World). Aktien-ETFs schwanken zwischenzeitlich um 20–40 %, gleichen das über lange Zeiträume aber meist aus.

Wie viel ein ETF-Sparplan am Ende abwirft, kannst du mit dem ETF-Sparplan-Rechner durchspielen. Renditeangaben aus der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft.

Schritt 4: Depot oder Konto eröffnen

Für einen ETF-Sparplan brauchst du ein Wertpapierdepot – online bei Bank oder Broker, Eröffnung dauert meist 10–20 Minuten plus Identitätsprüfung (Video-Ident oder PostIdent). Achtepunkte:

  • Sparplangebühr: idealerweise 0 € pro Ausführung.
  • Auswahl an kostenlosen Sparplan-ETFs.
  • Mindestrate (oft 1–25 €).

Bei einem Banksparplan genügt meist das passende Sparkonto deiner Hausbank.

Schritt 5: Sparplan einrichten und automatisieren

Im Depot wählst du: ETF/Produkt (per ISIN/WKN), Rate, Ausführungsrhythmus (monatlich) und Ausführungstag – leg ihn auf 2–3 Tage nach dem Gehaltseingang, dann ist das Konto gedeckt. Bestätige den Plan; ab dann zieht der Broker die Rate automatisch ein. Bei einem Banksparplan richtest du dafür einen Dauerauftrag ein.

Schritt 6: Sparplan regelmäßig überprüfen

Kontrolliere einmal im Jahr, ob die Rate noch passt und das Ziel auf Kurs ist. Bei einer Gehaltserhöhung kannst du z. B. von 100 € auf 150 € erhöhen. Wie dein Kapital über die Jahre wächst, zeigt dir der Sparplan-Rechner; den reinen Zinseszinseffekt rechnest du mit dem Zinseszinsrechner nach.

Tipps

  • Klein starten, automatisieren: Schon 25–50 € im Monat genügen für den Anfang – der Dauerauftrag erledigt den Rest.
  • Krisen aussitzen: Bei fallenden Kursen kaufst du mit gleicher Rate mehr Anteile (Durchschnittskosteneffekt). Plan nicht panisch pausieren.
  • Freistellungsauftrag setzen: Bis 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr (Ledige) bleiben durch den Sparerpauschbetrag steuerfrei – Auftrag im Depot hinterlegen (Stand 2026, Wert bitte selbst prüfen).
  • Kosten checken: Achte auf die laufenden ETF-Kosten (TER), oft 0,1–0,3 % pro Jahr.

Häufige Fragen

Ab welchem Betrag lohnt sich ein Sparplan? Schon ab 25 € monatlich, bei einigen Brokern ab 1 €. Wichtiger als die Höhe ist, dass du regelmäßig und über viele Jahre sparst.

Kann ich den Sparplan jederzeit ändern oder pausieren? Ja. Rate, Ausführungstag und Produkt lassen sich im Depot meist kostenlos anpassen, pausieren oder kündigen. ETF-Anteile kannst du auch zwischendurch verkaufen – bei Aktien-ETFs aber idealerweise erst nach Ende deines geplanten Zeithorizonts.

ETF-Sparplan oder Banksparplan – was ist besser? Das hängt vom Zeithorizont ab: Banksparplan/Tagesgeld für Ziele unter 3 Jahren (kein Kursrisiko), ETF-Sparplan für langfristigen Vermögensaufbau ab rund 10 Jahren (höhere Renditechance, dafür Schwankungen).

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