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Finanzen & Steuern · Anleitung

Dispokredit ablösen in 5 Schritten

Teuren Dispo loswerden: So berechnest du deine Dispozinsen, planst die Rückzahlung und löst den Dispokredit dauerhaft ab – Schritt für Schritt mit Rechner.

Aktualisiert: 2026-06-18

In 5 Schritten

  1. 1 Dispohöhe und Zinssatz ermitteln
  2. 2 Dispozinsen berechnen
  3. 3 Rückzahlungsplan aufstellen
  4. 4 Umschuldung in einen Ratenkredit prüfen
  5. 5 Dispo dauerhaft vermeiden

Der Dispokredit ist praktisch, aber einer der teuersten Kredite überhaupt – zweistellige Zinssätze sind keine Seltenheit. Wer dauerhaft im Minus steht, verschenkt jeden Monat Geld. Diese Anleitung zeigt dir, wie du den Dispo planvoll zurückzahlst und ablöst. Sie ersetzt keine individuelle Finanzberatung.

Schritt 1: Dispohöhe und Zinssatz ermitteln

Schau auf deinen aktuellen Kontostand und in die Konditionen deiner Bank. Notiere den Dispozinssatz (oft im Kontoauszug oder Preis-Leistungs-Verzeichnis) und den Betrag, mit dem du im Minus bist. Prüfe auch, ob ein noch teurerer “geduldeter Überziehungszins” greift, falls du über den Disporahmen hinaus gehst.

Schritt 2: Dispozinsen berechnen

Rechne aus, was dich der Dispo tatsächlich kostet. Mit dem Dispozinsen-Rechner siehst du schwarz auf weiß, wie viele Euro pro Monat allein für Zinsen abfließen. Diese Zahl ist oft der beste Motivationsschub, den Dispo zügig auszugleichen.

Schritt 3: Rückzahlungsplan aufstellen

Lege einen festen Betrag fest, den du jeden Monat zur Tilgung des Minus einsetzt. Erstelle dazu einen einfachen Haushaltsplan und identifiziere Ausgaben, die du vorübergehend kürzen kannst. Selbst kleine, aber regelmäßige Beträge bringen das Konto Schritt für Schritt aus den roten Zahlen.

Schritt 4: Umschuldung in einen Ratenkredit prüfen

Ist das Minus hoch, lohnt sich oft ein Ratenkredit zur Umschuldung: Der Zinssatz ist meist deutlich niedriger als der Dispozins, und du tilgst in festen Raten. Vergleiche die Konditionen mit dem Kreditrechner und dem Ratenkredit-Rechner. Wie die Restschuld sinkt, zeigt der Tilgungsrechner.

Schritt 5: Dispo dauerhaft vermeiden

Sobald das Konto ausgeglichen ist, baue dir einen kleinen Notgroschen auf, damit du bei unerwarteten Ausgaben nicht wieder ins Minus rutschst. Manche reduzieren bewusst ihren Disporahmen, um die Versuchung zu senken. Ein Tagesgeldkonto als Puffer hilft, künftig nicht mehr auf den teuren Dispo angewiesen zu sein.

Tipps

  • Vergleiche den Dispozins verschiedener Banken – ein Kontowechsel kann sich lohnen.
  • Zahle immer zuerst die teuersten Schulden zurück; der Dispo steht dabei fast immer ganz oben.
  • Ein Daueraufrag auf ein Tagesgeldkonto baut automatisch deinen Notgroschen auf.

Häufige Fragen

Ist Umschulden in einen Ratenkredit immer sinnvoll? Meist ja, wenn der Ratenkreditzins klar unter dem Dispozins liegt und du die festen Raten zuverlässig tragen kannst.

Wie hoch sind Dispozinsen üblicherweise? Sie liegen häufig im hohen einstelligen bis zweistelligen Prozentbereich pro Jahr und schwanken je nach Bank – prüfe deinen konkreten Satz im Kontoauszug.

Wie groß sollte mein Notgroschen sein? Als Faustregel werden oft drei bis sechs Monatsausgaben genannt. Das ist eine Orientierung, keine feste Regel.

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