Zum Inhalt springen
AllesWiki

Mathe & Umrechnen

Satz des Pythagoras erklärt: a² + b² = c² verständlich

Was besagt der Satz des Pythagoras? Verständlich erklärt: die Formel a² + b² = c², wann sie gilt, mit Beispielen und Anwendungen aus dem Alltag.

Aktualisiert: 2026-06-18

Der Satz des Pythagoras ist einer der bekanntesten Sätze der Mathematik. Er beschreibt einen einfachen, aber mächtigen Zusammenhang in rechtwinkligen Dreiecken und steckt in vielen praktischen Berechnungen – vom Hausbau bis zur Navigation. Hier erfährst du, was er aussagt und wie du ihn anwendest.

Was besagt der Satz des Pythagoras?

Der Satz gilt ausschließlich für rechtwinklige Dreiecke, also Dreiecke mit einem 90-Grad-Winkel. Die beiden Seiten, die den rechten Winkel bilden, heißen Katheten. Die längste Seite gegenüber dem rechten Winkel heißt Hypotenuse.

Die berühmte Formel lautet:

a² + b² = c²

Dabei sind a und b die Katheten und c die Hypotenuse. In Worten: Die Summe der Flächen der Quadrate über den beiden Katheten ist genauso groß wie die Fläche des Quadrats über der Hypotenuse.

Ein Rechenbeispiel

Ein rechtwinkliges Dreieck hat die Katheten a = 3 und b = 4. Wie lang ist die Hypotenuse?

  1. Quadrate berechnen: 3² = 9 und 4² = 16
  2. Addieren: 9 + 16 = 25
  3. Wurzel ziehen: c = √25 = 5

Die Hypotenuse ist also 5 lang. Dieses Dreieck (3, 4, 5) ist das bekannteste „pythagoreische” Beispiel. Den Rechenweg inklusive Wurzel übernimmt der Satz-des-Pythagoras-Rechner.

Eine Kathete berechnen

Die Formel lässt sich umstellen, wenn die Hypotenuse und eine Kathete bekannt sind:

a² = c² − b²

Beispiel: c = 13, b = 5. Dann ist a² = 169 − 25 = 144, also a = √144 = 12. Wichtig ist, dass du beim Umstellen die Quadrate subtrahierst und am Ende die Wurzel ziehst.

Wann darf ich den Satz anwenden?

Nur bei einem rechten Winkel. Umgekehrt funktioniert das auch als Test: Wenn in einem Dreieck a² + b² = c² gilt, dann ist es rechtwinklig. So lässt sich zum Beispiel prüfen, ob eine Ecke wirklich im 90-Grad-Winkel steht – ein Trick, den Handwerker mit dem 3-4-5-Maß nutzen.

Anwendungen im Alltag

  • Diagonalen: Die Diagonale eines Rechtecks ist die Hypotenuse zweier Katheten (Länge und Breite).
  • Höhen und Abstände: Leiterlänge, Dachschrägen oder die kürzeste Luftlinie lassen sich so bestimmen.
  • Flächen prüfen: Beim Verlegen von Fliesen oder beim Bau eines Beets hilft der Satz, rechte Winkel zu kontrollieren.

Wer anschließend die Fläche eines Dreiecks berechnen will, findet im Dreieck-Flächen-Rechner das passende Werkzeug.

Praktische Tipps

  • Ordne die Seiten richtig zu: Die Hypotenuse (c) liegt immer gegenüber dem rechten Winkel und ist die längste Seite.
  • Vergiss am Ende nicht die Wurzel – c² ist noch nicht c.
  • Achte auf gleiche Einheiten, bevor du rechnest.
  • Zur Kontrolle: Die Hypotenuse muss länger sein als jede einzelne Kathete.

Häufige Fragen

Was ist die Hypotenuse? Die längste Seite im rechtwinkligen Dreieck. Sie liegt gegenüber dem rechten Winkel. Die beiden anderen Seiten heißen Katheten.

Gilt der Satz des Pythagoras für alle Dreiecke? Nein. Er gilt ausschließlich für rechtwinklige Dreiecke. Bei anderen Dreiecken kommen andere Sätze zum Einsatz.

Wie berechne ich eine Kathete, wenn ich die Hypotenuse kenne? Quadriere die Hypotenuse, ziehe das Quadrat der bekannten Kathete ab und ziehe aus dem Ergebnis die Wurzel: a = √(c² − b²).

Passende Rechner

Direkt ausrechnen statt nur nachlesen:

Mehr aus Mathe & Umrechnen