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Mathe & Umrechnen

Mittelwert und Standardabweichung einfach erklärt

Was sind Mittelwert und Standardabweichung? Verständlich erklärt mit Formeln und Beispielen: Durchschnitt berechnen und die Streuung von Daten verstehen.

Aktualisiert: 2026-06-18

Wenn man eine Reihe von Zahlen zusammenfassen will – Noten, Messwerte, Preise –, sind zwei Kennzahlen besonders wichtig: der Mittelwert und die Standardabweichung. Der eine zeigt die Mitte, die andere die Streuung. Hier erfährst du, was sie bedeuten und wie du sie berechnest.

Der Mittelwert (Durchschnitt)

Der arithmetische Mittelwert ist der wohl bekannteste Durchschnitt. Du addierst alle Werte und teilst durch ihre Anzahl:

Mittelwert = Summe aller Werte ÷ Anzahl der Werte

Beispiel: Die Noten 2, 3, 1, 4, 5 ergeben 2 + 3 + 1 + 4 + 5 = 15, geteilt durch 5 sind das einen Mittelwert von 3,0. Den Durchschnitt einer beliebigen Zahlenreihe liefert der Durchschnitt-Rechner.

Warum der Mittelwert allein nicht reicht

Der Mittelwert verrät nicht, wie weit die Werte auseinanderliegen. Zwei Klassen können denselben Notendurchschnitt haben – in der einen liegen alle nah bei 3, in der anderen gibt es nur Einsen und Fünfen. Genau diesen Unterschied beschreibt die Standardabweichung.

Die Standardabweichung

Die Standardabweichung misst, wie stark die einzelnen Werte im Durchschnitt vom Mittelwert abweichen. Eine kleine Standardabweichung bedeutet, die Werte liegen dicht beieinander; eine große bedeutet starke Streuung.

So entsteht sie in Schritten:

  1. Mittelwert berechnen.
  2. Für jeden Wert die Abweichung vom Mittelwert bestimmen und quadrieren.
  3. Den Durchschnitt dieser quadrierten Abweichungen bilden – das ist die Varianz.
  4. Aus der Varianz die Wurzel ziehen – das ist die Standardabweichung.

Das Quadrieren sorgt dafür, dass positive und negative Abweichungen sich nicht gegenseitig aufheben. Die abschließende Wurzel bringt das Ergebnis zurück in die ursprüngliche Einheit. Diese Rechenkette übernimmt der Standardabweichung-Rechner.

Stichprobe oder Grundgesamtheit?

Bei der Standardabweichung gibt es zwei Varianten. Beschreiben die Daten die komplette Gruppe (Grundgesamtheit), teilst du durch die Anzahl n. Ist es nur eine Stichprobe, aus der du auf eine größere Gruppe schließen willst, teilst du durch n − 1. Welche Variante richtig ist, hängt von der Fragestellung ab; viele Rechner bieten beide an.

Median und andere Mittelwerte

Neben dem arithmetischen Mittel gibt es weitere Lagemaße. Der Median ist der mittlere Wert einer sortierten Reihe und reagiert weniger empfindlich auf einzelne Ausreißer. Bei Einkommen oder Mietpreisen ist er oft aussagekräftiger als der Durchschnitt. Möchtest du Anteile vergleichen, hilft zusätzlich der Prozentrechner.

Praktische Tipps

  • Prüfe deine Daten auf Ausreißer – sie verzerren den Mittelwert stark.
  • Eine große Standardabweichung deutet auf uneinheitliche Daten hin.
  • Gib die Standardabweichung immer mit derselben Einheit wie die Messwerte an.
  • Mittelwert und Standardabweichung gemeinsam beschreiben Daten viel besser als der Durchschnitt allein.

Häufige Fragen

Wie berechnet man den Durchschnitt? Addiere alle Werte und teile die Summe durch die Anzahl der Werte. Das Ergebnis ist das arithmetische Mittel.

Was sagt die Standardabweichung aus? Sie zeigt, wie stark die einzelnen Werte im Schnitt vom Mittelwert abweichen. Ein kleiner Wert bedeutet geringe Streuung, ein großer Wert starke Streuung.

Was ist der Unterschied zwischen Mittelwert und Median? Der Mittelwert ist der rechnerische Durchschnitt aller Werte. Der Median ist der mittlere Wert der sortierten Reihe und wird durch Ausreißer kaum beeinflusst.

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