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Urlaubsanspruch einfach erklärt: So viele Urlaubstage stehen dir zu

Urlaubsanspruch verständlich erklärt: gesetzlicher Mindesturlaub, Berechnung bei Teilzeit, anteiliger Urlaub bei Eintritt und was mit Resturlaub passiert.

Aktualisiert: 2026-06-18

Wie viele Urlaubstage stehen mir eigentlich zu? Diese Frage stellt sich besonders bei einem Jobwechsel, bei Teilzeit oder am Jahresende. Die gute Nachricht: Ein gesetzlicher Mindestanspruch ist klar geregelt. Darüber hinaus kann der Vertrag mehr vorsehen.

Der gesetzliche Mindesturlaub

Das Bundesurlaubsgesetz garantiert jedem Arbeitnehmer einen Mindesturlaub. Bei einer 6-Tage-Woche sind das 24 Werktage pro Jahr. Da die meisten Menschen aber an fünf Tagen arbeiten, entspricht das 20 Arbeitstagen bei einer 5-Tage-Woche. Viele Arbeits- und Tarifverträge gewähren mehr, etwa 28 oder 30 Tage.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Werktagen und Arbeitstagen. Werktage sind alle Tage außer Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen – also auch der Samstag. Wer den eigenen Anspruch umrechnet, sollte daher genau hinsehen, auf welche Basis sich eine Zahl bezieht.

Urlaub bei Teilzeit

Wer weniger Tage pro Woche arbeitet, hat anteilig weniger Urlaubstage – aber genauso viele freie Wochen. Die Berechnung ist verhältnismäßig:

Urlaubstage = Vollzeit-Urlaubstage × (eigene Arbeitstage pro Woche ÷ 5)

Ein Beispiel: Bei 30 Urlaubstagen in Vollzeit (5 Tage) und einer Drei-Tage-Woche ergeben sich 30 × (3 ÷ 5) = 18 Urlaubstage. Das klingt nach weniger, entspricht aber denselben sechs freien Wochen wie in Vollzeit. Den genauen Wert ermittelst du mit dem Urlaubsanspruch-Rechner. Wie stark sich Teilzeit insgesamt auf dein Verhältnis von Arbeit und Bezahlung auswirkt, zeigt der Teilzeitfaktor-Rechner.

Anteiliger Urlaub bei Ein- und Austritt

Wer mitten im Jahr anfängt oder kündigt, hat in der Regel nur Anspruch auf einen anteiligen Urlaub. Für jeden vollen Beschäftigungsmonat steht meist ein Zwölftel des Jahresurlaubs zu. Bei 24 Jahresurlaubstagen wären das zwei Tage pro Monat. Nach einer bestimmten Wartezeit – häufig sechs Monate – kann zudem der volle Jahresurlaub entstehen. Die Details regeln Gesetz und Vertrag.

Was passiert mit Resturlaub?

Grundsätzlich muss der Urlaub im laufenden Kalenderjahr genommen werden. Eine Übertragung ins nächste Jahr ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich und meist bis zum 31. März befristet. Nach der Rechtsprechung müssen Arbeitgeber ihre Beschäftigten allerdings rechtzeitig auf drohenden Verfall hinweisen – sonst kann der Anspruch bestehen bleiben. Im Zweifel solltest du dich frühzeitig informieren.

Krankheit im Urlaub

Wer im Urlaub krank wird und dies mit einem ärztlichen Attest nachweist, bekommt diese Tage in der Regel gutgeschrieben. Sie gelten dann nicht als verbrauchter Urlaub. Auch das ist im Bundesurlaubsgesetz geregelt.

Häufige Fragen

Wie viele Urlaubstage stehen mir gesetzlich zu? Mindestens 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche, was 20 Arbeitstagen bei einer 5-Tage-Woche entspricht. Viele Verträge sehen mehr vor.

Habe ich bei Teilzeit weniger Urlaub? Du hast weniger Urlaubstage, aber genauso viele freie Wochen wie in Vollzeit. Die Tage werden im Verhältnis zu deinen Wochenarbeitstagen umgerechnet.

Verfällt mein Resturlaub automatisch am Jahresende? Nicht automatisch. Arbeitgeber müssen auf drohenden Verfall hinweisen. Ohne diesen Hinweis kann der Urlaub bestehen bleiben. Die genauen Fristen ergeben sich aus Gesetz und Vertrag.

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