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Minijob: Was ist das und wie viele Stunden darf ich arbeiten?

Minijob einfach erklärt: Wie die Verdienstgrenze funktioniert, wie viele Stunden beim Mindestlohn möglich sind und was Minijobber bei Steuern und Rente beachten.

Aktualisiert: 2026-06-18

Der Minijob ist eine der beliebtesten Beschäftigungsformen in Deutschland – ob als Nebenjob neben dem Studium, als Zuverdienst in der Familie oder im Ruhestand. Doch wie viel darf man verdienen, wie viele Stunden sind möglich und welche Abgaben fallen an? Dieser Überblick erklärt die Grundlagen verständlich.

Was ist ein Minijob?

Ein Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung. Charakteristisch ist eine gesetzlich festgelegte monatliche Verdienstgrenze. Bleibt der Verdienst darunter, gelten besondere Regeln: Der Job ist für den Arbeitnehmer in der Regel steuer- und sozialabgabenfrei, während der Arbeitgeber Pauschalbeiträge zahlt. Man unterscheidet den klassischen Verdienst-Minijob und den kurzfristigen Minijob, der zeitlich begrenzt ist.

Verdienstgrenze und Mindestlohn

Die monatliche Verdienstgrenze ist seit einigen Jahren an den gesetzlichen Mindestlohn gekoppelt und steigt mit ihm. Dadurch verändert sich auch die Zahl der erlaubten Arbeitsstunden. Die genauen Werte ändern sich regelmäßig – informiere dich daher über die aktuell gültige Grenze für dein Jahr.

Die zentrale Rechnung lautet:

Mögliche Stunden pro Monat = Verdienstgrenze ÷ Stundenlohn

Verdienst du genau den Mindestlohn, ergibt sich daraus die maximale Stundenzahl. Bei einem höheren Stundenlohn darfst du entsprechend weniger Stunden arbeiten, um unter der Grenze zu bleiben. Wie viele Stunden für dich möglich sind, berechnest du mit dem Minijob-Stunden-Rechner.

Wie viele Stunden sind möglich?

Ein Beispiel: Liegt die Verdienstgrenze (Stand 2026) bei 603 € und der Stundenlohn beim Mindestlohn von 13,90 €, sind das rund 43 Stunden pro Monat – also gut zehn Stunden pro Woche. Verdienst du mehr pro Stunde, sinkt die mögliche Stundenzahl entsprechend. Den genauen Stundenlohn deines Jobs ermittelst du bei Bedarf mit dem Stundenlohn-Rechner.

Gelegentliches Überschreiten der Grenze ist in eng begrenztem Rahmen erlaubt, etwa bei unvorhersehbarem Mehraufwand. Wer dauerhaft darüber liegt, rutscht aber aus dem Minijob heraus.

Steuern und Rentenversicherung

Beim Minijob fällt für den Arbeitnehmer normalerweise keine Lohnsteuer an, weil der Arbeitgeber pauschal abführt. In der Rentenversicherung besteht grundsätzlich Versicherungspflicht mit einem kleinen Eigenbeitrag, von der man sich auf Antrag befreien lassen kann. Eine Befreiung bedeutet jedoch geringere Rentenansprüche – das sollte man abwägen. Wenn du wissen willst, was bei einem regulären Job netto pro Stunde übrig bliebe, hilft zum Vergleich der Netto-Stundenlohn-Rechner.

Mehrere Minijobs

Ein Minijob neben einer Hauptbeschäftigung ist meist möglich. Mehrere Minijobs nebeneinander werden aber zusammengerechnet. Übersteigt die Summe die Verdienstgrenze, entfällt der Minijob-Status. Hier lohnt sich genaues Rechnen, um nicht versehentlich abgabepflichtig zu werden.

Häufige Fragen

Wie viele Stunden darf ich im Minijob arbeiten? Das ergibt sich aus der Verdienstgrenze geteilt durch deinen Stundenlohn. Beim Mindestlohn sind das rund zehn Stunden pro Woche. Bei höherem Stundenlohn sind es weniger.

Muss ich auf einen Minijob Steuern zahlen? In der Regel nicht, weil der Arbeitgeber die Steuer pauschal abführt. Für dich bleibt der Verdienst dann meist abgabenfrei – abgesehen von einem möglichen kleinen Rentenbeitrag.

Kann ich mehrere Minijobs haben? Ein Minijob neben dem Hauptjob ist meist möglich. Mehrere Minijobs werden jedoch zusammengezählt; übersteigen sie zusammen die Grenze, geht der Minijob-Status verloren.

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