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Wohnen & Immobilien

Mietkaution einfach erklärt – Höhe, Anlage und Rückzahlung

Wie hoch darf die Mietkaution sein und wann bekommt man sie zurück? Regeln zu Höhe, Ratenzahlung, Verzinsung und Rückzahlung verständlich erklärt.

Aktualisiert: 2026-06-18

Bei fast jedem Mietvertrag verlangt der Vermieter eine Kaution. Sie ist eine Sicherheit für den Fall, dass am Ende des Mietverhältnisses noch Forderungen offen sind. Wie hoch sie sein darf, wie sie angelegt wird und wann man sie zurückbekommt, regelt das Mietrecht recht klar.

Was ist die Mietkaution?

Die Mietkaution ist ein Geldbetrag, den Mieter beim Einzug hinterlegen. Sie dient dem Vermieter als Absicherung – etwa für ausstehende Miete, nicht gezahlte Betriebskosten oder Schäden, die über normale Abnutzung hinausgehen. Die Kaution bleibt grundsätzlich Eigentum des Mieters und muss nach Ende des Mietverhältnisses zurückgezahlt werden.

Wie hoch darf die Kaution sein?

Bei Wohnraum gilt eine wichtige gesetzliche Grenze: Die Kaution darf höchstens drei Monatskaltmieten betragen. Maßgeblich ist die Nettokaltmiete ohne Betriebskosten. Verlangt ein Vermieter mehr, ist der übersteigende Teil unwirksam. Wie viel das in Euro ist, zeigt der Kautions-Rechner.

Ratenzahlung ist erlaubt

Mieter müssen die Kaution nicht auf einen Schlag zahlen. Das Gesetz erlaubt eine Zahlung in drei gleichen Monatsraten. Die erste Rate ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig, die weiteren mit den folgenden Mieten. Eine Klausel, die die volle Summe sofort verlangt, ist insoweit unwirksam.

Wie wird die Kaution angelegt?

Der Vermieter muss die Kaution getrennt von seinem eigenen Vermögen anlegen, üblicherweise auf einem speziellen Kautionskonto oder Sparkonto. Die anfallenden Zinsen stehen dem Mieter zu und erhöhen die Kaution. In Zeiten niedriger Zinsen ist dieser Betrag oft gering, gehört aber dennoch zur Rückzahlung dazu.

Rückzahlung nach dem Auszug

Nach dem Auszug muss die Kaution zurückgezahlt werden – allerdings nicht zwingend sofort. Dem Vermieter wird in der Regel eine angemessene Prüffrist zugestanden, um eventuelle Ansprüche zu prüfen. Bei noch ausstehender Nebenkostenabrechnung darf er häufig einen angemessenen Teil bis zur Abrechnung einbehalten. Wie hoch die nachzuzahlenden Betriebskosten ausfallen könnten, lässt sich grob mit dem Nebenkosten-Rechner abschätzen.

Worauf Mieter achten sollten

  • Quittung sichern: Lassen Sie sich die Zahlung der Kaution bestätigen.
  • Kontonachweis verlangen: Sie haben Anspruch darauf zu erfahren, wie die Kaution angelegt ist.
  • Übergabeprotokoll: Ein Protokoll bei Ein- und Auszug schützt vor Streit über Schäden.

Diese Hinweise geben einen allgemeinen Überblick und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Häufige Fragen

Wie viele Monatsmieten darf die Kaution betragen? Bei Wohnraum höchstens drei Nettokaltmieten. Ein höherer Betrag ist im übersteigenden Teil unwirksam.

Wann muss die Kaution zurückgezahlt werden? Nach dem Auszug innerhalb einer angemessenen Prüffrist. Für noch offene Nebenkosten darf der Vermieter oft einen Teil bis zur Abrechnung zurückhalten.

Bekomme ich Zinsen auf die Kaution? Ja. Die Kaution muss verzinslich und getrennt angelegt werden; die Zinsen stehen dem Mieter zu, sind aber bei niedrigem Zinsniveau oft sehr gering.

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