Im Haushalt verteilt sich der Stromverbrauch sehr unterschiedlich auf die einzelnen Geräte. Wer weiß, welche Geräte die größten Verbraucher sind, kann gezielt sparen, statt an der falschen Stelle zu sparen. Dieser Artikel ordnet die wichtigsten Geräte ein.
Dauerläufer gegen Kurzläufer
Beim Stromverbrauch zählt nicht nur die Leistung in Watt, sondern auch die Betriebsdauer. Ein Gerät mit hoher Leistung, das nur kurz läuft, kann insgesamt weniger verbrauchen als ein Gerät mit kleiner Leistung, das rund um die Uhr in Betrieb ist.
Dauerläufer wie der Kühlschrank oder die Gefriertruhe laufen das ganze Jahr. Schon ein geringer Dauerverbrauch summiert sich dadurch zu vielen Kilowattstunden. Kurzläufer mit hoher Leistung wie Wasserkocher, Föhn oder Toaster laufen nur Minuten und fallen trotz hoher Wattzahl kaum ins Gewicht.
Mit dem Geräte-Stromkosten-Rechner kannst du für jedes Gerät Verbrauch und Kosten aus Leistung und Nutzungsdauer berechnen.
Die größten Verbraucher
Über das Jahr gesehen gehören meist diese Geräte zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt:
- Kühl- und Gefriergeräte: laufen permanent; auch ein sparsames Modell kommt auf einige hundert Kilowattstunden im Jahr.
- Wäschetrockner: verbraucht pro Trocknung relativ viel; moderne Wärmepumpentrockner sind deutlich sparsamer als alte Kondenstrockner.
- Elektroherd und Backofen: je nach Kochgewohnheiten ein relevanter Posten.
- Waschmaschine und Geschirrspüler: der Verbrauch hängt stark von Temperatur und Beladung ab.
- Warmwasser per Strom, falls vorhanden, sowie Heizungspumpen.
Für die beiden Dauerläufer und Großverbraucher gibt es eigene Werkzeuge: den Kühlschrank-Kosten-Rechner und den Waschmaschine-Kosten-Rechner.
Wo sich Sparen wirklich lohnt
Weil Dauerläufer das ganze Jahr Strom ziehen, lohnt sich gerade hier ein effizientes Gerät. Ein alter, ineffizienter Kühlschrank kann mehr als das Doppelte eines modernen Geräts verbrauchen – über die Lebensdauer rechnet sich ein Austausch oft. Bei Trocknern macht die Technik den Unterschied: Wärmepumpentrockner sparen gegenüber alten Modellen erheblich.
Bei Wasch- und Spülmaschine senkt niedrigere Temperatur den Verbrauch deutlich, da das Erhitzen des Wassers den größten Anteil ausmacht. Volle Beladung und Eco-Programme erhöhen die Effizienz zusätzlich – Eco-Programme dauern länger, verbrauchen aber weniger Energie.
Effizienzklassen richtig lesen
Beim Neukauf hilft das EU-Energielabel mit Effizienzklassen von A bis G. Wichtiger als die Klasse allein ist aber der angegebene Verbrauch in Kilowattstunden pro Jahr oder pro Zyklus, denn er erlaubt einen direkten Vergleich. Rechne den Mehrpreis eines effizienteren Geräts gegen die jährliche Stromersparnis – bei Dauerläufern amortisiert sich das oft.
Praktische Spartipps
- Kühlschrank nicht zu kalt einstellen; rund 7 Grad reichen meist.
- Geräte vollständig beladen, statt halbleer laufen zu lassen.
- Niedrige Temperaturen und Eco-Programme nutzen.
- Wäsche möglichst an der Luft trocknen statt im Trockner.
- Standby-Verbrauch reduzieren, wo sinnvoll.
Häufige Fragen
Welches Haushaltsgerät verbraucht am meisten Strom? Über das Jahr meist die Dauerläufer wie Kühl- und Gefriergeräte sowie energieintensive Geräte wie der Wäschetrockner. Kurzläufer mit hoher Wattzahl fallen weniger ins Gewicht.
Lohnt sich ein neuer, effizienter Kühlschrank? Häufig ja. Da er permanent läuft, kann ein altes Gerät mehr als das Doppelte verbrauchen. Vergleiche den Mehrpreis mit der jährlichen Stromersparnis.
Sparen Eco-Programme wirklich Energie? Ja. Sie heizen das Wasser weniger stark auf und arbeiten dafür länger. Da das Erwärmen den größten Energieanteil ausmacht, sinkt der Gesamtverbrauch trotz längerer Laufzeit.