Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland einen Preis auf den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) beim Heizen und Tanken. Diese CO2-Abgabe verteuert fossile Energieträger gezielt, um klimafreundliche Alternativen attraktiver zu machen. Doch wie funktioniert sie genau, und was bedeutet sie für deine Kosten?
Was ist die CO2-Abgabe?
Die CO2-Abgabe ist ein Preis, der auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe erhoben wird. Sie betrifft vor allem Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel. Der Grundgedanke: Wer klimaschädliches CO2 ausstößt, soll dafür zahlen. So entsteht ein finanzieller Anreiz, weniger fossile Energie zu verbrauchen oder auf emissionsärmere Alternativen umzusteigen.
Der Preis wird pro Tonne ausgestoßenem CO2 festgelegt und steigt nach politischem Beschluss über die Jahre schrittweise an. Die konkrete Höhe ändert sich regelmäßig, weshalb du den jeweils gültigen Satz bei offiziellen Quellen nachsehen solltest.
So wirkt sie auf die Heizkosten
Jeder Brennstoff setzt beim Verbrennen eine bestimmte Menge CO2 frei. Heizöl stößt pro Kilowattstunde mehr CO2 aus als Erdgas, Holz und Pellets gelten als weitgehend klimaneutral und sind daher nicht oder kaum betroffen.
Die Abgabe wird auf deinen Verbrauch umgelegt und erscheint im Brennstoffpreis. Je mehr fossile Energie du verbrauchst, desto höher die Abgabe. Wie viel das für deine Heizung ausmacht, kannst du mit dem CO2-Abgabe-Heizung-Rechner abschätzen. Den reinen CO2-Ausstoß deines Energieverbrauchs ermittelt der CO2-Ausstoss-Energie-Rechner.
Ein Rechenbeispiel
Angenommen, ein Haushalt verbraucht eine bestimmte Menge Heizöl pro Jahr. Aus dieser Menge ergibt sich über den Emissionsfaktor die CO2-Menge in Tonnen. Multipliziert mit dem aktuellen CO2-Preis pro Tonne ergibt sich die jährliche Abgabe. Da der Preis pro Tonne steigt, wächst dieser Aufschlag in den kommenden Jahren weiter.
Wer mit Öl heizt, kann mit dem Heizöl-Kosten-Rechner sehen, wie sich der Gesamtpreis zusammensetzt. Die CO2-Komponente ist dabei nur ein Teil – hinzu kommen der reine Brennstoffpreis und weitere Steuern.
Was bedeutet das für Mieter und Eigentümer?
Bei vermieteten Wohnungen wird die CO2-Abgabe auf Heizöl und Gas nach einem Stufenmodell zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt. Wie hoch der jeweilige Anteil ausfällt, hängt vom energetischen Zustand des Gebäudes ab: Je schlechter die Dämmung, desto größer der Anteil, den der Vermieter trägt. Die genauen Regeln können sich ändern; verbindliche Auskünfte geben offizielle Stellen. Dieser Artikel ersetzt keine rechtliche Beratung.
Wie du die Abgabe senken kannst
Da die Abgabe direkt am Verbrauch hängt, helfen dieselben Maßnahmen wie beim Heizkostensparen: weniger heizen, besser dämmen, effizienter wirtschaften. Langfristig reduziert ein Wechsel auf emissionsarme Heizsysteme wie eine Wärmepumpe die Abgabe deutlich, da Strom anders bepreist wird als fossile Brennstoffe.
Häufige Fragen
Auf welche Brennstoffe wird die CO2-Abgabe erhoben? Vor allem auf fossile Energieträger wie Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel. Holz und Pellets gelten als weitgehend klimaneutral und sind kaum betroffen.
Steigt die CO2-Abgabe weiter? Nach bisherigen Beschlüssen steigt der CO2-Preis pro Tonne über die Jahre schrittweise. Die genaue Entwicklung hängt von politischen Entscheidungen ab.
Zahlt bei Mietwohnungen der Mieter die volle Abgabe? Nein. Bei Heizöl und Gas wird die Abgabe nach einem Stufenmodell zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt, abhängig vom energetischen Zustand des Gebäudes.