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Energie & Umwelt

Heizöl, Gas oder Pellets? Brennstoffe im Vergleich

Heizöl, Erdgas und Pellets im Vergleich: Kosten, CO2-Ausstoß, Lagerung und Komfort. So findest du heraus, welcher Brennstoff für dich sinnvoll ist.

Aktualisiert: 2026-06-18

Wer eine Heizung erneuert oder einfach Kosten vergleichen will, steht vor der Frage: Heizöl, Erdgas oder Holzpellets? Jeder Brennstoff hat eigene Vor- und Nachteile bei Preis, Klimabilanz, Lagerung und Komfort. Dieser Überblick hilft bei der Einordnung.

Der faire Kostenvergleich

Brennstoffe lassen sich am besten über den Preis pro Kilowattstunde Wärme vergleichen, nicht über den Literpreis oder Tonnenpreis. Denn ein Liter Heizöl, ein Kubikmeter Gas und ein Kilogramm Pellets enthalten unterschiedlich viel Energie.

Als grobe Heizwert-Orientierung gilt:

  • Heizöl: rund 10 kWh pro Liter
  • Erdgas: je nach Qualität grob 10 kWh pro Kubikmeter (heute meist direkt in kWh abgerechnet)
  • Holzpellets: rund 4,8 kWh pro Kilogramm

Erst wenn du den jeweiligen Marktpreis durch den Energiegehalt teilst, erhältst du den vergleichbaren Preis pro Kilowattstunde. Mit dem Heizöl-Kosten-Rechner, dem Pellets-Kosten-Rechner und dem Gaskosten-Rechner kannst du das für deine Preise durchrechnen.

Heizöl

Öl ist flexibel, weil du größere Mengen bevorraten und zu günstigen Zeitpunkten einkaufen kannst. Allerdings benötigst du einen Lagertank, und der Preis schwankt stark mit dem Ölmarkt. Beim Verbrennen entsteht vergleichsweise viel CO2, weshalb Heizöl von der CO2-Abgabe deutlich betroffen ist und sich über die Jahre verteuert.

Erdgas

Gas ist bequem, da es leitungsgebunden geliefert wird und keine Lagerung erfordert. Die Anschaffung einer Gasheizung war lange günstig. Allerdings ist auch Gas fossil und damit von der CO2-Abgabe betroffen, wenn auch etwas weniger stark als Öl. Außerdem hängt die Verfügbarkeit vom Gasnetz ab.

Holzpellets

Pellets gelten als weitgehend klimaneutral, da das beim Verbrennen freigesetzte CO2 zuvor von den Bäumen aufgenommen wurde. Sie sind daher kaum von der CO2-Abgabe betroffen. Dafür brauchst du ein Lager und einen Pelletkessel mit höherem Wartungsaufwand. Der Preis hängt vom Holzmarkt ab und kann ebenfalls schwanken.

Über die reinen Kosten hinaus

Neben dem Brennstoffpreis spielen weitere Faktoren eine Rolle:

  • Anschaffungskosten der Heizanlage und mögliche Förderungen
  • Wartung und Schornsteinfeger
  • Platzbedarf für Tank oder Pelletlager
  • Komfort und Automatisierung
  • CO2-Abgabe, die fossile Brennstoffe über die Jahre verteuert

Eine reine Brennstoffpreis-Betrachtung greift also zu kurz. Wer langfristig plant, sollte auch steigende CO2-Kosten und die Klimabilanz berücksichtigen. Strombasierte Alternativen wie die Wärmepumpe sind in diesem Vergleich nicht enthalten, gewinnen aber an Bedeutung.

Praktisches Fazit

Für den reinen Kostenvergleich rechne alle Brennstoffe auf den Preis pro Kilowattstunde Wärme um und berücksichtige die CO2-Abgabe. Pellets punkten bei der Klimabilanz, Öl bei der Bevorratung, Gas beim Komfort. Welche Lösung am besten passt, hängt von Gebäude, Lagermöglichkeit und langfristigen Preiserwartungen ab. Eine fachliche Beratung ist bei einem Heizungstausch sinnvoll.

Häufige Fragen

Welcher Brennstoff ist am günstigsten? Das schwankt mit den Marktpreisen. Vergleiche immer den Preis pro Kilowattstunde Wärme und beziehe die CO2-Abgabe mit ein, statt nur Liter- oder Tonnenpreise zu betrachten.

Sind Pellets wirklich klimafreundlicher? Pellets gelten als weitgehend klimaneutral, da das freigesetzte CO2 zuvor gebunden wurde. Sie sind daher kaum von der CO2-Abgabe betroffen, im Gegensatz zu Öl und Gas.

Wie vergleiche ich Öl-, Gas- und Pelletpreise fair? Teile den jeweiligen Marktpreis durch den Energiegehalt: rund 10 kWh pro Liter Öl, etwa 10 kWh pro Kubikmeter Gas und rund 4,8 kWh pro Kilogramm Pellets. So erhältst du den vergleichbaren Preis pro kWh.

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