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Familie & Kinder · Anleitung

Sparplan für das Kind anlegen in 6 Schritten

Sparplan fürs Kind anlegen: Sparziel und Zeithorizont festlegen, Produkt wählen, Depot oder Konto eröffnen und automatisieren – Schritt für Schritt zum Vermögensaufbau.

Aktualisiert: 2026-06-18

In 6 Schritten

  1. 1 Sparziel und Zeithorizont festlegen
  2. 2 Monatliche Rate bestimmen
  3. 3 Sparprodukt auswählen
  4. 4 Konto auf das Kind oder die Eltern
  5. 5 Sparplan einrichten und automatisieren
  6. 6 Jährlich überprüfen

Wer früh und regelmäßig für sein Kind spart, baut über 18 Jahre ein ordentliches Polster auf – für Führerschein, Ausbildung oder den Start ins Erwachsenenleben. Diese Anleitung führt dich von der Zielsetzung bis zum automatisierten Sparplan, mit konkretem Rechenbeispiel. Du brauchst ein Sparziel, eine monatliche Rate und ein passendes Konto oder Depot. Die Renditeannahmen sind Schätzungen, keine Garantie; dies ist keine Anlageberatung.

Schritt 1: Sparziel und Zeithorizont festlegen

Überlege, wofür und wie lange du sparst. Bei einem Neugeborenen bleiben bis zur Volljährigkeit 18 Jahre – ein langer Horizont, der breit gestreute Aktienanlagen sinnvoll macht. Rechenbeispiel als Orientierung: 50 € pro Monat über 18 Jahre sind 10.800 € eingezahlt; bei angenommenen 5 % Rendite pro Jahr werden daraus grob rund 17.000–18.000 € (Schätzung, vor Steuern und Kosten). Spiel deine eigenen Werte mit dem Sparplan-Kind-Rechner durch.

Schritt 2: Monatliche Rate bestimmen

Wähle eine Rate, die du dauerhaft durchhältst – lieber klein starten und später erhöhen. Übliche Größenordnungen sind 25, 50 oder 100 € im Monat. Zur Einordnung bei 5 % angenommener Rendite über 18 Jahre (Schätzung): 25 €/Monat → grob 8.000–9.000 €, 50 €/Monat → rund 17.000 €, 100 €/Monat → rund 34.000 € Endvermögen. Plan die Rate als festen Posten ins Familienbudget ein.

Schritt 3: Sparprodukt auswählen

Für lange Zeiträume (10+ Jahre) nutzen viele einen breit gestreuten ETF-Sparplan auf einen weltweiten Aktienindex (z. B. MSCI World oder FTSE All-World). Vorteil: niedrige Kosten (laufende Gebühr oft 0,1–0,25 % pro Jahr) und breite Streuung über tausende Firmen. Für kurze Ziele (unter 5 Jahre) oder sehr sicherheitsorientierte Eltern eignen sich Tagesgeld oder ein Banksparplan – dafür mit deutlich weniger Rendite. Aktien-ETFs schwanken im Wert und passen nur zu langen Horizonten.

Schritt 4: Konto auf das Kind oder die Eltern

Entscheide, ob der Sparplan auf den Namen des Kindes oder der Eltern läuft. Ein Depot auf das Kind nutzt dessen Steuerfreibeträge, das Geld gehört dann aber rechtlich dem Kind. Ein Elterndepot gibt dir mehr Kontrolle über die Verwendung. Wäge Vor- und Nachteile bewusst ab.

Schritt 5: Sparplan einrichten und automatisieren

Richte den Sparplan mit Produkt, Rate und Ausführungstag ein und hinterlege einen Dauerauftrag. So läuft das Sparen automatisch im Hintergrund, ohne dass du jeden Monat aktiv werden musst.

Schritt 6: Jährlich überprüfen

Schau einmal im Jahr, ob die Rate noch passt und das Ziel auf Kurs ist. Bei mehr finanziellem Spielraum kannst du die Rate erhöhen. So bleibt der Plan über die Jahre realistisch und wirksam.

Tipps

  • Je früher du startest, desto mehr trägt der Zinseszins: Bei 50 €/Monat und 5 % macht allein der Zinseffekt über 18 Jahre rund 6.000–7.000 € der Endsumme aus (Schätzung).
  • Geldgeschenke von Verwandten (Geburtstag, Weihnachten) zahlst du als Sonderbetrag direkt mit ein.
  • Bezieh das Kind später ein, um es ans Thema Geld heranzuführen – passend dazu der Taschengeld-Rechner.

Häufige Fragen

Wie viel sollte ich monatlich sparen? Gängig sind 25–100 € im Monat. Zur Einordnung (5 % angenommen, 18 Jahre, Schätzung): 50 €/Monat ergeben rund 17.000 €, 100 €/Monat rund 34.000 €. Deine Zahlen rechnest du im Sparplan-Kind-Rechner.

Depot auf das Kind oder die Eltern? Auf das Kind nutzt dessen Freibeträge, das Geld gehört aber dem Kind. Auf die Eltern bleibt mehr Kontrolle. Beides hat Vor- und Nachteile.

Was kostet ein Kind sonst noch? Einen Überblick über die laufenden Kosten gibt der Kosten-Kind-Rechner.

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