Fast jedes Rezept nennt eine Temperatur, aber oft ohne zu sagen, ob für Umluft oder Ober-/Unterhitze. Da beide Heizarten unterschiedlich wirken, lohnt es sich, den Unterschied zu kennen. Dieser Ratgeber erklärt, wann welche Einstellung passt.
Der Unterschied der Heizarten
Bei Ober-/Unterhitze erwärmen zwei Heizelemente den Ofen von oben und unten. Die Hitze steht relativ ruhig im Raum, wodurch eine schöne Kruste und gleichmäßige Bräunung entstehen. Diese Einstellung eignet sich besonders für Kuchen, Brot und Aufläufe auf einer Ebene.
Bei Umluft verteilt ein Ventilator die heiße Luft im gesamten Garraum. Dadurch wird es überall gleich warm, und du kannst auf mehreren Ebenen gleichzeitig backen. Die zirkulierende Luft trocknet die Oberfläche schneller aus, was für Kekse oder Blätterteig praktisch ist.
Temperatur umrechnen
Weil Umluft die Hitze effizienter verteilt, gilt eine wichtige Faustregel: Umluft-Temperaturen liegen rund 20 Grad unter denen von Ober-/Unterhitze. Steht im Rezept 200 Grad Ober-/Unterhitze, stellst du bei Umluft etwa 180 Grad ein.
Die Umrechnung in beide Richtungen nimmt dir der Backofen-Umluft-Umrechner ab. So musst du nicht im Kopf rechnen und triffst die richtige Temperatur sofort.
Wann welche Einstellung?
- Ober-/Unterhitze: ideal für Kuchen, Brot, Pizza und Gerichte, die eine kräftige Kruste oder gezielte Bräunung von oben oder unten brauchen.
- Umluft: ideal, wenn du mehrere Bleche gleichzeitig backst, etwa Plätzchen, oder wenn gleichmäßige Hitze gefragt ist.
- Grillfunktion: zum Überbacken und für eine knusprige Oberfläche am Ende der Garzeit.
Fahrenheit-Rezepte umrechnen
Viele Rezepte aus den USA geben die Temperatur in Fahrenheit an. Damit du die richtige Einstellung am deutschen Ofen findest, rechnest du den Wert mit dem Fahrenheit-Celsius-Rechner um. Erst danach wendest du gegebenenfalls die Umluft-Faustregel an.
Energie sparen beim Backen
- Vorheizen ist nicht immer nötig; bei Aufläufen oder Tiefkühlpizza kann es entfallen.
- Umluft erlaubt das gleichzeitige Backen mehrerer Bleche und spart so Energie.
- Nutze die Restwärme: Schalte den Ofen einige Minuten vor Ende ab.
- Öffne die Tür möglichst selten, damit keine Hitze entweicht.
Häufige Fragen
Ist Umluft oder Ober-/Unterhitze besser? Das hängt vom Gericht ab. Umluft verteilt die Hitze gleichmäßig und eignet sich für mehrere Bleche. Ober-/Unterhitze sorgt für eine schöne Kruste und ist gut für Kuchen und Brot.
Wie viel weniger Temperatur bei Umluft? Als Faustregel etwa 20 Grad weniger als bei Ober-/Unterhitze. Aus 200 Grad Ober-/Unterhitze werden also rund 180 Grad Umluft.
Kann ich bei Umluft auf mehreren Ebenen backen? Ja, das ist einer der Hauptvorteile. Die zirkulierende Luft verteilt die Hitze gleichmäßig, sodass mehrere Bleche gleichzeitig gelingen.