Ob Wochenendtrip, Pendelweg oder Urlaubsfahrt – wer vorher wissen will, was eine Strecke an Sprit kostet, kann das mit drei Angaben schnell ausrechnen: Streckenlänge, Verbrauch und Spritpreis. Du brauchst nur eine Karten-App und den ungefähren Verbrauch deines Autos. Diese Anleitung liefert dir die Formel und einen Beispielwert.
Schritt 1: Streckenlänge ermitteln
Gib Start und Ziel in eine Karten- oder Navigations-App ein und lies die Streckenlänge in Kilometern ab. Für Hin- und Rückfahrt verdoppelst du den Wert. Plane bei Bergstrecken oder viel Stadtverkehr einen kleinen Aufschlag beim Verbrauch ein.
Schritt 2: Durchschnittsverbrauch festlegen
Verwende den realen Verbrauch pro 100 km deines Autos. Wenn du ihn nicht kennst, kannst du ihn per Tank-zu-Tank-Methode ermitteln oder einen Erfahrungswert nutzen (z. B. 6–8 l/100 km bei vielen Benzinern). Genauer wird es mit echten Werten.
Schritt 3: Aktuellen Spritpreis heraussuchen
Schau den aktuellen Preis pro Liter an deiner Tankstelle oder in einer Spritpreis-App nach. Die Preise schwanken im Tagesverlauf teils deutlich – am Abend ist Tanken oft günstiger als morgens.
Schritt 4: Spritkosten berechnen
Jetzt rechnest du:
Spritkosten = Strecke ÷ 100 × Verbrauch × Literpreis
Beispiel: 250 km bei 7 l/100 km und 1,80 €/l = 250 ÷ 100 × 7 × 1,80 = 31,50 €. Schneller geht es mit dem Spritkosten-Rechner. Für den täglichen Arbeitsweg nutzt du den Pendler-Spritkosten-Rechner, für die Urlaubsfahrt den Urlaub-Tankkosten-Rechner.
Tipps
- Für die echten Fahrtkosten (inkl. Wertverlust, Wartung, Versicherung) nutze den Kosten-pro-km-Rechner – Sprit ist nur ein Teil.
- Bei vollem Auto, Dachbox oder Anhänger steigt der Verbrauch deutlich.
- Rechne im Winter und bei Klimaanlage mit etwas mehr Verbrauch.
Häufige Fragen
Welchen Verbrauch soll ich ansetzen? Am besten den real gemessenen Wert deines Autos. Herstellerangaben liegen meist niedriger als der Alltagsverbrauch.
Wie genau ist die Berechnung? Sie liefert einen guten Richtwert. Reale Faktoren wie Stau, Fahrstil und Beladung können das Ergebnis um 10–20 % verschieben.
Lohnt sich die Berechnung pro Fahrt? Ja, besonders bei Fahrgemeinschaften oder zur Kostenaufteilung – so weiß jeder, was er beisteuern sollte.