Die Kfz-Steuer für Pkw setzt sich in Deutschland im Wesentlichen aus einem Anteil für den Hubraum und einem Anteil für den CO2-Ausstoß zusammen. Wer die Höhe selbst nachvollziehen möchte, braucht nur die Zulassungsbescheinigung Teil I. Diese Anleitung erklärt das Grundprinzip; die verbindliche Festsetzung erfolgt durch das Hauptzollamt und ist kein Steuerberatungsersatz.
Schritt 1: Fahrzeugdaten zusammensuchen
Hol dir die Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein). Du benötigst den Hubraum (Feld P.1, in cm³), die Antriebsart (Feld P.3), den CO2-Wert (Feld V.7, in g/km) und das Datum der Erstzulassung. Diese Werte bestimmen die Steuerhöhe.
Schritt 2: Antriebsart und Schadstoffklasse bestimmen
Benziner und Diesel werden unterschiedlich besteuert – Diesel zahlen pro angefangene 100 cm³ Hubraum deutlich mehr als Benziner. Reine Elektroautos sind je nach Erstzulassung befristet von der Steuer befreit. Notiere dir die Antriebsart als Grundlage für die folgende Rechnung.
Schritt 3: Hubraum-Anteil ermitteln
Der Hubraum-Anteil berechnet sich pro angefangene 100 cm³ mit einem festen Eurobetrag, der für Benziner und Diesel unterschiedlich ist. Hat dein Auto z. B. 1.598 cm³, rechnest du mit 16 angefangenen Einheiten à 100 cm³.
Schritt 4: CO2-Anteil berücksichtigen
Für Fahrzeuge ab den relevanten Erstzulassungsstichtagen kommt ein CO2-Anteil hinzu: Bis zu einem Freibetrag bleibt der Ausstoß steuerfrei, darüber wird gestaffelt pro g/km berechnet. Je höher der CO2-Wert, desto höher dieser Anteil.
Schritt 5: Jahresbetrag berechnen und prüfen
Addiere Hubraum- und CO2-Anteil zum jährlichen Steuerbetrag. Da sich Sätze, Freibeträge und Stichtage ändern können, lohnt eine Kontrolle mit dem Kfz-Steuer-Rechner. Wie sich die Steuer in die Gesamtkosten einfügt, zeigt der Auto-Gesamtkosten-Rechner.
Tipps
- Der genaue Betrag steht im Steuerbescheid des Hauptzollamts – nutze die Eigenberechnung als Orientierung.
- Bei Neuwagenkauf lohnt ein Blick auf den CO2-Wert: Schon wenige g/km können den Jahresbetrag spürbar beeinflussen.
- Elektroautos profitieren von einer befristeten Steuerbefreiung – prüfe die aktuell gültigen Fristen.
Häufige Fragen
Warum zahlen Diesel mehr Kfz-Steuer? Diesel werden pro 100 cm³ Hubraum höher besteuert als Benziner. Das gleicht teils den niedrigeren Energiesteueranteil beim Dieselkraftstoff aus.
Sind Elektroautos steuerfrei? Reine E-Autos sind je nach Erstzulassung für einen festgelegten Zeitraum von der Kfz-Steuer befreit. Die genauen Fristen können sich ändern.
Wer setzt die Steuer fest? Zuständig ist das Hauptzollamt. Es zieht die Jahressteuer per Lastschrift ein; eine eigene Berechnung dient nur der Orientierung.